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Steckbrief
Name: Karol Wolczyk
Geburtsdatum: 23. November 1988
Geburtsort: Zabrze
Wohnort: Brücken
Größe/Gewicht: 1,85 m/80 kg
Beruf: Student
Familienstand: ledig
Hobbys: Fußball, Rad fahren, Snowboarding
Beim FCB: seit 1995
Frühere Vereine: keine
Stammposition: linkes oder rechtes Mittelfeld
Lieblingsposition: defensives Mittelfeld
Ein unauffälliger Spieler, dessen Stärken in der Defensive liegen, ist Karol Wolczyk. Wenngleich er jahrelang als Manndecker agierte, behagt ihm diese Position nicht: „Ich habe einen Zug nach vorne und will unbedingt aktiv ins Spiel eingreifen.“ Dass seine Ballbehandlung und -führung noch verbesserungswürdig sind, weiß der Bayern-München-Anhänger: „Ich lege mir die Kugel oft zu weit vor.“ Auch beim Kopfball muss er sich noch steigern.
Paradoxerweise erzielte er einst in seinem ersten Match, in dem er sich in die Torschützenliste eintrug, auf dem Kleinfeld einen Treffer mit dem Knie und einen mit dem Schädel, später die meisten mit seinem starken rechten Fuß. Ob im Angriff oder im Tor bewies der Youngster seine Vielseitigkeit.
Seine Begeisterung für den Fußball, seine liebste Freizeitbeschäftigung, verdankt er einem Cousin seines Vaters: Henryk Baluszynski ist 15-maliger polnischer Nationalspieler und stürmte in den 1990er-Jahren für den VfL Bochum in der Bundesliga. Damals pflegten die Wolczyks enge Kontakte mit dem Profi, die nach dessen Rückkehr über Zypern nach Polen seltener geworden sind.
Im oberschlesischen Zabrze, das von 1915 bis 1946 Hindenburg hieß, wurde Karol geboren; unter seinen Vorfahren waren Deutsche und Polen. In Ruda Slaska wuchs er auf. Als er ein Jahr alt war, zog seine Familie nach Deutschland. Schnell lernte er die Sprache; auch auf Polnisch vermag er sich gut zu verständigen, „lesen kann ich es aber nicht“.
Über St. Wendel und den Freisener Ortsteil Reitscheid kamen die Wolczyks 1994 nach Brücken, wo sie An der Warth ein Eigenheim errichteten. Der Sprössling absolvierte noch das letzte Kindergartenjahr in Brücken, besuchte dann die Grundschule und wechselte 1999 aufs Birkenfelder Gymnasium, wo er 2008 das Abitur ablegte. Seit dem Wintersemester 2008/09 studiert er an der Technischen Universität Kaiserslautern Maschinenbau.
Seine erfolgreichste Saison beim FCB, dem er seit 1995 angehört, erlebte der Fan der Rockgruppe „Die Ärzte“ 2004/05: Mit der B-Jugend wurde er Kreismeister, mit der A-Jugend errang er den Kreispokal und die Vizemeisterschaft.
2006/07 musste er den Spagat zwischen der Erstgarnitur, für die er elf Punktspiele bestritt, und den A-Junioren meistern und am Ende der Hinrunde dem hohen Kräfteverschleiß Tribut zollen: „Eigentlich bin ich konditionell topfit, kann 90 Minuten durchgehend laufen und in kritischen Situationen auf die Zähne beißen.“
Für ihn ist kontinuierliches Training selbstverständlich – so wie „ich mir kein Wochenende ohne Fußball vorstellen kann“. Allerdings pausierte er in der C-Jugend ein halbes Jahr, da „ich mit einigen Mitspielern Stress hatte“. Heute gefällt es ihm umso besser beim FCB, für den er glänzende Perspektiven sieht. Selbst pendelt er indes weiterhin zwischen erster Elf und Bank. Meist kommt er auf den Außenbahnen zum Einsatz.
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