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Sport ohne Altersgrenze
Jeden Donnerstag um 20 Uhr finden sich die Volleyballer des FC Brücken in der Schulturnhalle ein und schlagen den Ball übers Netz. Obwohl es um nichts geht und die Spieler nur trainieren, merkt man einigen doch den Ehrgeiz an, unbedingt gewinnen zu wollen.
In Brücken treffen sich die Sportkameraden nun seit dem Winter 2001/02, um ihrem Hobby nachzugehen. Angefangen haben die meisten der heutigen Teilnehmer aber schon viel früher damit, nämlich in den 1960er-Jahren.
Damals spielten Manfred Heß, Herbert Weiland, Rolf Weber und Horst Schwarz in Brücken Faustball. Anfang der 80er gingen sie nach Birkenfeld und schlossen sich dort den Volleyballern des TVB an. Als das Team dann eine kleine Meinungsverschiedenheit mit dem dortigen Verein hatte (es ging um die Nutzung der Jahnturnhalle), räumten die Volleyballer das Feld und spielten fortan in der neuen Halle im Gemeindezentrum Hoppstädten-Weiersbach. Dort jagten sie zwölf Jahre lang jede Woche den Ball übers Netz, bis sie nach Brücken kamen – und Verstärkung erhielten.
Die Volleyballer sind ein lustig gemischter Haufen von älteren Männern und jüngeren Damen. Manfred Heß aus Abentheuer, der bereits 55 Jahre Mitglied beim FC Brücken ist, hat als Zähler des Teams eine wichtige Aufgabe. Nach jedem Aufschlag sagt der frühere Verteidiger der Brückener Fußballer die Punkte und, wenn nötig, den Seitenwechsel an.
Warum die Spieler diesen Sport treiben, beantwortet Manni sofort: „Aus Spaß an der Bewegung – nicht nur, um daheim mal herauszukommen.“ Und Spaß haben die Volleyballbegeisterten allemal, besonders wenn sie sich gegenseitig aufmuntern: „Leider kein Punkt, aber schöner Einsatz, mein Lieber! Weiter so!“ Manchmal trifft einer den Ball nicht richtig, ein anderer Spieler kommt von hinten angeflogen und rettet die Kugel doch noch übers Netz – das sieht dann echt witzig aus, fördert den Zusammenhalt untereinander aber immens.
Einsatz zeigen die Volleyballer auch stets nach dem Training – eine Einheit dauert etwa zwei Stunden –, wenn sie anschließend zu Hesse Manni nach Abentheuer noch einen trinken gehen. Spätestens als Zuschauer erfährt man hier, dass es für diesen Sport eigentlich keine Altersgrenze gibt – weder nach unten noch nach oben.
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